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lookingforaplacetosleep
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tag jean pauls texte mit verwinkelt.
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teacher. preacher. stimmt.
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frist frost frust. wer hätte das gedacht?
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Studie Nur Tagebuch schreibe, nur Tagebuch habe ich immer geschrieben. Form ist Wollust, nur Form ist Wollust, nur die Form ist Wollust, ist Wollust.
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antispast bedeutet auf griechisch widerstrebend. (quelle)
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Radwechsel
Ich sitze auf dem U-Bahnhof Die Bahn kommt in vier Minuten. Ich war gerne, wo ich herkomme. Ich bin gerne, wo ich hinfahre. Warum sitze ich Mit Ungeduld?
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... und immer wieder die Frage: wo habe ich das gelesen?
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Ich bin erschöpft. All diese Konzentration. Mich einschließen: ich mache Urlaub in einem leeren Bettkasten mit Steuerrad. Ich packe meinen Koffer und: Malte Laurids Brigge, die Uralte Morla und leirige, alte Bob Dylan tapes. (Ich musste nämlich schon wieder mein Zimmer umstellen. Zwei Äste habe ich an die Wand gebracht: Einen Proppellergabelung und einen Stock: Sie ergeben regnerative Energien. Und alles nur, weil ein Mensch einmal geschrieben hat es könne auch eine Sprache sein, Möbel im Raum zu verschieben. Alas!)
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Karin Struck/ Klassenliebe
(unvollständige Rezension)
Der Nächstbeste, der, welcher diesen beunruhigenden Gedanken gehabt hat, muß anfangen, etwas von dem Versäumten zu tun; wenn es auch nur irgend einer ist, durchaus nicht der Geeignetste: es ist eben kein anderer da. (Rainer Maria Rilke „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“. Suhrkamp Verlag, 1901.)
Und hier ist es vielleicht wirklich irgendeiner, nicht der geeigneteste Mensch: Karin Struck, die sich hinsetzt, nicht fünf Treppen hoch, und schreibt, ihr Erstlingswerk schreibt. Ich setzte mich also hin, auf ein Bett, auf ein Sofa, in unbequeme U-Bahnsitzschalen und lese: gegen die Herrschaft der Schwänze, gegen Sterilität. Lese interpunktionszeichenlos, absatzweise und kapitellos das ernsthafte, ehrliche Arbeiten an dem Problem in die Arbeiterklasse hineingeboren zu sein und das Abitur gemacht zu haben und zu studieren. Die Klassenunterschiede. Das Gefühl der Minderwertigkeit. Frauen und Männer und Patriachart. Vorgeworfen wird der unverstellten, emotionalen Erzählerstimme Strucks ihre Formlosigkeit, fehlende Literarizität, sprachlicher Schwulst und falscher Pathos an der Oberfläche. Geliebt wird sie für ihre Liebe zur Literatur, politische und soziologische Provokation, für ihren radikalen Individualismus. Klassenliebe kann -und wird von mir- als Zeitgeistroman verstanden werden, ist aber auch wichtig als Folie für die Gegenwart, zum Abklopfen der Prozesse (hallo? Wie spät ist es auf deiner Uhr?), aber auch immer wieder als
Spiegel
Es ist kalt. Ich sitze draußen. Und man kann sagen: Die friert sich den Arsch ab, wer würde freiwillig bei der Kälte draußen sitzenstehen, da holt man sich ja den -, ätzend. Aber es ist kalt im Winter. An einem Punkt im Kreislauf, immerimmer wiederkehrend, und ich mag ihn aufnehmen.
Bevor ich mich in die Kälte setzte, laufe ich durch die Tunnelverbindung zwischen der U6 und der U1. Dort fliegt eine Taube, schnell, fliegt die Kurve, die sie hinter den Treppen erwartet schon an, kennt sich aus, neigt ihre Flügelspanne im gleitenden Flug. Und ich ärgere mich, dass keiner der Tunnelmenschen außer mir sie sieht. Der städtische Wunsch Vögel beobachten zu wollen… Den Kirschkern gespuckt zu haben.
Klassenliebe rührt mich auf und macht mich ernsthaft und ist ein Spiegel, weil Karin S. sich Bücher nimmt und dick unterstreicht, weil sie die Antworten nicht längst schon weiß weil sie sich fragen stellt bis zur Wurzel hin, weil ihr Zahnleiden nicht nur einen Besuch beim Arzt bedeutet weil er etwas _bedeutet_ weil ich sofort den Z. verstehen konnte auch wenn meiner anders ist, weil sie sich Gedanken machen muss aus dem Inneren: muss.
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Immer der Kampf um das, was man ausdrücken möchte.
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: fusifass wenn es die möglichkeit gäbe es zu schreiben, dass (), dass: mira, aber m, davor und das bedürfnis nicht zu sprechen, die frage, ob ich dasselbe tue jetzt da er nackt im bett liegt wenn es die möglichkeit gäbe zu sagen ka frakie kraa kraa
wenn es die möglichkeit gäbe: –
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urlaub für daheim gebliene
aufstehen, wenn kein schlaf mehr in einem ist, an den nächstgelegenen see fahren. nackt sein. obst essen, das bedürfnis verspüren einen kirschkern zu schnippen. die menschen, die einem entgegenkommen grüßen. kirschkerne schnippen. zu hause alles umstellen: den bettkasten hochkant als kleiderständer benutzen, den teppich als isomatte. fotos, das lieblingsbuch, das plektrum, zeit um die zerwühlten laken herum türmen. atmen. sich mit jemandem lieben. statt family guy zu gucken sich von den nachbarn einen kaffe anbieten lassen. ihre dreckige wäsche waschen. die wohnungstür offen stehen lassen. dionysisch und kehlig lachen.
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